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Großes Interesse für kommerzielles Carsharing. Bunte Liste hatte zur Vorstellung des Alsfelder Konzepts eingeladen.

22. Sept.
2 Min. Lesezeit

Zu einer gut besuchten Informationsveranstaltung zum Thema „Kommerzielles Carsharing“ hatte die Bunte Liste Schlitzerland (BLS) in den Kulturladen eingeladen. Gerhard Kaminski und Mirjam Kneußel vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) stellten diese Möglichkeit, z.B. um bei schlechter Anbindung durch den ÖPNV von A nach B zu kommen, vor.


Die Vorteile von Carsharing beschrieb Gerhard Kaminski in seinem Vortrag „Carsharing – vom Charme gemeinsamer Autonutzung“ mit: Geringe Kosten für die Mobilität, wenig Flächenverbrauch und Beitrag zum Klimaschutz bei gleichzeitig guter individueller Mobilität ohne die hohen Kosten für ein eigenes Auto.


Beispiel Alsfeld

Als Beispiel diente das Carsharing-Angebot, das seit fünf Jahren mit einem Fahrzeug und mittlerweile ca. 30 Nutzern in Alsfeld umgesetzt wird. Neben Alsfelder Bürgerinnen und Bürgern nutzen die Stadtverwaltung sowie die katholische und die protestantische Kirchenverwaltung das Angebot. Die Stadt Alsfeld stellt einen Stellplatz für das Auto als Start- und Endpunkt der Fahrt (stationsgebundenes Carsharing) kostenfrei zur Verfügung.


Der Nutzer muss Mitglied bei der Carsharing-Organisation sein. Er erhält eine Karte oder mietet das Auto per App. Der gefahrene Kilometer inklusive Kraftstoffverbrauch wird mit 0,24 Euro und die Nutzungsdauer mit ca 1,20 Euro pro Stunde berechnet. Damit diese Art des Carsharings von einer Organisation wie z.B. Stadtmobil Rhein-Main ohne eine von allen Nutzern aufzubringende monatliche Grundgebühr (das waren in Alsfeld am Anfang des Projekts insgesamt 350 Euro für alle zusammen) klappt, müssen sich zu Beginn ca. 15 Nutzer melden. Genaue Zahlen wären mit dem Anbieter zu vereinbaren. Für die Betreuung vor Ort wird eine Kümmerin/ein Kümmerer benötigt; in Alsfeld ist das von Gerhard Kaminski.


Nach der Präsentation gab es eine lebhafte Diskussion, wie Carsharing in der Kernstadt und den Schlitzer Ortschaften realisiert werden könnte. Wer sich vorstellen kann, das kommerzielle Carsharing in Schlitz zu nutzen, kann sich gern schon unter info@bunte-liste-schlitzerland.de melden, um über den Fortgang dieses Vorhabens informiert zu werden.


Alternative: Carsharing privat organisiert

Als Alternative zum kommerziellen Carsharing wird am 29.09.2026 um 19 Uhr im DGH Hutzdorf eine Veranstaltung zum privat organisierten Carsharing mit dem Referenten Mike Poschen stattfinden, zu der die BLS wiederum einlädt.


Gerhard Kaminski (links) stellte zusammen mit Mirjam Kneußel das Alsfelder Carsharing-Konzept auf kommerzieller Basis vor. Fritz Habel (BLS) führte in das Thema der Veranstaltung ein.
Gerhard Kaminski (links) stellte zusammen mit Mirjam Kneußel das Alsfelder Carsharing-Konzept auf kommerzieller Basis vor. Fritz Habel (BLS) führte in das Thema der Veranstaltung ein.
Gerhard Kaminski erläuterte die Vorteile von Carsharing und beschrieb, wie die geteilte Nutzung eines PKWs in Alsfeld organisiert ist.
Gerhard Kaminski erläuterte die Vorteile von Carsharing und beschrieb, wie die geteilte Nutzung eines PKWs in Alsfeld organisiert ist.

 
 
 

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