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Bezahlbares Wohnen und Mobilität für alle
Anträge der Bunten Liste leider abgelehnt

Wahl zum Stadtparlament Schlitz am 15. März 2026

„Wir lassen nicht locker, bis es endlich geschafft ist, dass wir alle Menschen mitnehmen und niemand zurücklassen, auch was ihre Mobilität betrifft.“ So Gudrun Gabriel, die sich als Mitglied der BLS-Fraktion seit Jahren besonders für eine bessere Mobilität im Schlitzerland engagiert.

Caroline Jöckel, seit 5 Jahren Mitglied der BLS-Fraktion und aktiv im Vorstand der Kolpingsfamilie, kennt die Probleme junger Familien und Alleinerziehender bei der Suche nach einer bezahlbaren Wohnung gut.

Um eine bessere Mobilität und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ging es der Bunten Liste in zwei Anträgen, die sie im Rahmen der Beratungen zum Haushalt der Stadt Schlitz gestellt hatte und die beide leider keine Mehrheit fanden.

Mobilität für alle im Schlitzerland

Das ist eines der wichtigsten Wahlziele, dem sich die BLS in der kommenden Wahlperiode intensiv widmen wird. Wenn wir an den ÖPNV denken, beginnt der mit der lange Jahre zuverlässig verkehrenden Stadtbuslinie, die seit einiger Zeit leider ihre Zuverlässigkeit verloren hatte. Jetzt ist sie sang und klanglos eingestellt worden, aber die BLS wollte sie gern wiederbeleben. „Wir wissen, dass sie für viele gerade unserer älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger sehr wichtig ist,“ so BLS-Fraktionsvorsitzender Dr. Jürgen Marxsen. Oft sei es ihre einzige Möglichkeit gewesen, die Einkaufsmärkte zu erreichen. Früher habe diese Linie sogar den Arztbesuch in Sassen ermöglicht.

Aber auch die RMV-Linien sind im Schlitzerland unzureichend. Die Anschlüsse der verschiedenen Linien sind in Schlitz oft so ungünstig terminiert, dass Wartezeiten von einer Stunde oder mehr entstehen, wenn man an die Verbindung zwischen dem oberen Fuldatal und Lauterbach denkt. Eine einigermaßen gute Verbindung besteht nur zwischen der Kernstadt und Fulda. In die anderen Richtungen geht es leider immer noch nur selten und unregelmäßig.

Und Sassen und Richthof sind komplett abgehängt. „Die meisten der über 400 Menschen dort besitzen keine eigenständige Möglichkeit, nach Schlitz oder gar Fulda zu kommen,“ so BLS-Fraktionsmitglied Gudrun Gabriel, die auf dem Richthof beruflich tätig ist. „Wie oft muss ich ihre Klagen hören!“ Und auch die Vielen, die täglich nach Sassen und zum Richthof an ihren Arbeitsplatz pendeln, würden dabei gerne auf das Auto verzichten. Gudrun Gabriel engagiert sich zusammen mit der BLS seit mittlerweile fast 5 Jahren dafür, diesen Missstand zu beseitigen. Leider bislang aber ohne Erfolg. „Aber wir lassen nicht locker!“

Aber nicht nur der ÖPNV liegt in Schlitz im Argen. Auch der Fahrradverkehr leidet sehr unter unzulänglichen oder nicht vorhandenen Radwegen oder auch allein schon unter fehlenden sicheren Parkmöglichkeiten für Zweiräder. Gut sichtbare, rote Markierungen der Radwege würden auch schon viel helfen. Alles Probleme, um die sich die BLS schon lange weitgehend erfolglos kümmert, die aber gerade der neuen Spitzenkandidatin Dörte Lorenzen besonders wichtig sind.

Bezahlbares Wohnen für alle

Auch das ein drängendes Problem im Schlitzerland. In der Kernstadt wurden zwar in den letzten Jahren zahlreiche Wohnungen geschaffen. Aber leider für Schlitzer Normalverdiener durchweg unbezahlbar.

Eine Initiative der BLS im Rahmen der Haushaltsberatungen zielte darauf ab, auf dem Gelände der ehemaligen Integrierten Gesamtschule (IGS), das jetzt der Stadt Schlitz gehört, auch Gebäude mit Mietwohnungen in gemischtem Bestand vorzusehen. Damit ist gemeint: Wohnungen aus dem sozialen Wohnungsbau, für Normalverdiener bezahlbare Wohnungen mit normalem Standard und frei finanzierte Wohnungen in besserer Ausstattung unter einem Dach. „Seit Jahren ist so etwas in vielen Orten ein häufig umgesetztes Konzept, auch in Fulda beispielsweise“, so Caroline Jöckel, jüngstes Mitglied der BLS-Fraktion. „Warum soll so etwas ausgerechnet in Schlitz nicht möglich sein?“ Sie kennt die Sorgen gerade junger Familien und auch von Alleinerziehenden gut, die in Schlitz oft vergeblich eine bezahlbare Bleibe suchen, nicht nur aus ihrer Arbeit im Vorstand der Kolpingsfamilie.

Auch für barrierefreien und barrierearmen Wohnraum, den wir uns ebenfalls auf dem IGS-Gelände wünschen, sollte man unter konsequenter Ausschöpfung aller Fördermöglichkeiten Wohnraum schaffen, so der gleichermaßen formulierte BLS-Wunsch. Leider konnten wir uns mit unserem kompletten Antrag nicht durchsetzen. Er war uns wirklich wichtig. Aber wir werden auch hier nicht lockerlassen.

Immerhin scheint man wenigstens, was die Aktivität der Schlitzer Heimstättenbaugesellschaft betrifft, im Rathaus und in der CDU-Fraktion langsam umzudenken. Jahrelang hatten wir als BLS es angesprochen, dass doch die „Heimstätte“ endlich mal wieder den Neubau von Wohnraum, bezahlbarem Wohnraum (!), angehen sollte. Schließlich trägt sie ja auch das Wort „Gemeinnützig“ in ihrem offiziellen Namen. Jahrelang sind wir mit diesem Anliegen abgeblitzt. Nach vorsichtigen Äußerungen der letzten Monate aus Rathaus und CDU scheint es aber, dass unser langjähriges Bohren doch von Erfolg gekrönt sein könnte. Wir würden uns wirklich freuen, noch mehr sicher aber die Schlitzer Wohnungssuchenden.

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